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Die Linsensuppe

Das Brauchtum der Linsensuppe begann in den 60er Jahren. Ursprünglich gedacht für die Wagenbauer, die bis zur letzten Minute hämmerten, schraubten und malten. Der Kreis der sich verpflegenden Fastnachter wurde immer größer. Bis man sich entschloss, die Suppe am Lumpenmontag kostenlos an alle interessierten (hungrigen) Isenburger auszugeben.

Geputzt wurde in der Zeit

von 1964 bis 1965 bei der Fa. Frank, Waldstraße
1966 im Watzeloch, Bahnhofstr.
von 1967 bis 1969 in der Fa. Berdel
von 1970 bis 2001 bei der Fa. Wirth, Martin Behaim Str.
seit 2002 bei der Fa. G.A. Müller, Dornhofstr.

Inzwischen sind Jahr für Jahr über 20 "Linsensuppenmäuschen" am Samstag vor unserem höchsten Feiertag mit dem putzen und schneiden der Zutaten beschäftigt. Am Lumpenmontag beginnen weitere 15 Fastnachter um 05.00 Uhr mit der Zubereitung der 3.000 Liter (7.500 Portionen) Suppe.

Um ca. 10.00 Uhr verlässt der erste mit einer Gulaschkanone beladene Kleintransporter den Hof der Firma Müller in Richtung Ausgabestelle Bahnhof-/Ludwigstraße. Um 11.11 Uhr erfolgt der offizielle Linsensuppenanstich mit dem Prinzenpaar. Insgesamt sind drei Fahrzeuge bis fast 13.00 Uhr im ständigen Umlauf.

Viele werden sich jetzt fragen: Wie wird das alles finanziert?

Viele Isenburger Firmen spenden entweder Zutaten oder Geld. Diese Spenden reichen leider bei weitem nicht aus, um die Linsensuppe komplett finanzieren zu können. Aus diesem Grund wird seit 1983 die Lumpenmontagsplakette verkauft.